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Saturday, March 04, 2006

Deutsche Studenten

A German student is not a pleasant companion, he is unclean, eats "Blut-und-Leber Wurst" and is usually not "begeistert." On the other hand, the English Undergrad is, as a rule clean, lives healthily and learns in a healthy fashion. The aesthetic ideal, mind and body combined, is on our side.
So der britische Mathematiker Karl Pearson in einem Brief vom 16. Januar 1880 an seinen Mentor Oscar Browning. Da Pearson von der intellektuellen Überlegenheit des neugegründeten Deutschlands überzeugt war, ging er nach seinem Studium in Cambridge für mehrere Monate nach Heidelberg und Berlin -- und war, wie obiges Zitat zeigt, not impressed.

Thursday, March 02, 2006

Datenhamster

Seufz, obwohl ich mich im Dezember ja eigentlich schon exkulpiert hatte, will ich angesichts neuer Entwicklungen und auch Aktionsmöglichkeit ein paar Neuigkeiten zu den eifrigen Datenhamstern in EU und Doitschland posten. Nachdem am 21. Februar der EU-Rat der in meinem Dezember-Post diskutierten Vorlage des EU-Parlament ohne wesentliche Änderungen zugestimmt hat und auch Bundestag und -regierung mehrheitlich keine Probleme mit der Richtlinie haben, gab es heute ein interessantes Urteil des Bundesverfassungsgerichts über den Schutz von Verbindungsdaten und elektronischen Inhalten.

Das Urteil löste allgemein gespaltene Reaktionen aus -- einerseits wurde der Datenschutz geschwächt, da elektronische Kommunikation nur noch während der Übertragung vom strengen Fernmeldegeheimnis geschützt ist. Das heißt, wenn bei einer (richterlich angeordneten) Hausdurchsuchung E-Mails und Handy-Verbindungsdaten beschlagnahmt werden, ist dies -- zumindest solange die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt, was im verhandelten Fall nicht so war -- rechtens. Ich finde das ehrlich gesagt auch halbwegs einleuchtend, da man sich bei einem Brief, der bei einem zuhause herumliegt, ja auch nicht auf das Postgeheimnis berufen kann. Und abgesehen davon sah die Praxis der Strafverfolgung eh nie anders aus.

Das Positive an der Entscheidung liegt nun andererseits darin, dass eine Verwertung der Verbindungsdaten während der Übertragung, also genau der von der Vorratsdatenspeicherung erfasste Sachverhalt, vorsichtig kritisch bewertet wurde. So sahen sich sowohl KritikerInnen als auch BefürworterInnen der VDS in ihren Ansichten eher bestätigt -- das Urteil ist also definitiv nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit.

Wer sich in der Angelegenheit nicht auf die blinde Justitia verlassen will und noch Vertrauen in das Instrument der Petition hat, sollte sich dringend als UnterstützerIn bei dieser Petition an den Bundestag eintragen (momentan 10 685 Zeichende). Ich finde die Begründung zwar ziemlich lasch und die Erfolgsaussichten zweifelhaft, aber besser als Nichtstun ist es allemal ...

Ach ja, Verschlüsselung von E-Mails, Festplatten und was einem sonst noch so einfällt ist natürlich auch eine sehr gute Idee! Und heutzutage auch nicht mehr so furchtbar kompliziert.

In diesem Sinne: Tod den Datenhamstern!*

* Als Veganer darf ich das! Und ist natürlich auch nur metaphorisch gemeint. Versprochen.

Wednesday, March 01, 2006

Blogging against sexism



I'm a bit, yet not too late for promoting the Blog Against Sexism Day on March 8. Indeed, a very good idea by vegankid, though, of course, every day should be used to blog (and do other things) against sexism. So spread the word and participate!
Vegan-anti-sexist-power go!

PS I found this on a nice Berlin-based blog, yeahpope. Definitely worth checking out.

Thursday, February 16, 2006

"Die Religion des geistigen Eigentums"

Lang nichts mehr geschrieben, und auch dieser Eintrag ist nur ein kurzer Hinweis auf interessante Literatur:

In der Telepolis gibt es einen ganz interessanten Artikel über die Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht durch staatliche Zensur, sondern durch die "Religion des geistigen Eigentums". Ein Zitat:

"Würden Moslems ihren Propheten als Markenzeichen eintragen, hätten sie gute Chancen, die Karikaturen sofort und fast überall qua WTO und andere internationale Organe zu unterbinden."

Ich fand die vielen Beispiele erschrecken, in denen es Privatpersonen, Firmen oder Organisationen gelingt, die Äußerung missliebiger Meinungen und Inhalte durch den Verweis auf geistiges Eigentum und einen Haufen schmutziger Tricks im ach so freien Internet zu unterbinden. Wie weit der Begriff der "Religion des geistigen Eigentums", den Peter Mühlbauer unter Hinweis auf eine funktionalistische Konzeption von Religion, wie sie in der Ethnologie entwickelt wurde, sei einmal dahingestellt, aber die Lektüre des Artikels lohnt sich auf jeden Fall.

Wednesday, February 01, 2006

Suicidal Tendencies

Before I get back under my heap of books I wanted to share this great flickr set, The Lego Suicides. I guess this one is my favorite. Or this? This?...

Sunday, January 22, 2006

Exzellenz und 21 Millionen

Wer es noch nicht gehört hat: die gute alte FU hat es in die zweite Runde des berüchtigten Exzellenzwettbewerbs aka Brain Up! Deutschland sucht die Superuni geschafft. Entgegen dem Urteil der meisten Auguren, die die FU wohl eher abgeschrieben haben. Sollte(!) die FU auch noch die zweite Runde überstehen, bekäme sie im Jahr zusätzliche Mittel im Umfang von 21 Millionen Euro. Fichtenberg hat sich das einmal genauer angeschaut und kommt zu einem recht vernichtenden Urteil: 21 Millionen seien eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein und abgesehen davon würden die Mittel dann vermutlich auch noch nutzlos für überbezahlte Profs ausgegeben.

Ich sehe das durchaus differenzierter: zum einen sind 21 Millionen pro Jahr immerhin mehr als 7 Prozent der Mittel, die das Land Berlin an die FU bezahlt. Ob man damit nun das "Oxford in Dahlem" schafft, mag mit gutem Recht bezweifelt werden, unerheblich ist die Summe aber nicht. Außerdem ist die FU ja noch mit einem Exzellenzcluster und einer Graduiertenschule in den anderen Förderlinien des Wettbewerbs im Rennen.

Zum anderen ist natürlich wirklich die Frage, wozu man das Geld einsetzt. Grundsätzlich finde ich es nicht verwerflich, sich um internationales Spitzenpersonal zu bemühen. Die Behauptung von Fichtenberg, dass deutsche Profs nicht unterbezahlt seien, teile ich so pauschal nicht. Im europäischen Vergleich mögen sich die deutschen ja durchaus im oberen Bereich befinden, aber ob man deswegen gut finden muss, dass gerade NeueinsteigerInnen weniger verdienen als ihre Kollegen an Schulen und Gerichten? Angesichts der langen, brotlosen Ausbildung und des damit einhergehenden Risikos, die mit der Entscheidung für die Prof-Laufbahn verbunden ist, finde ich eine angemessene Bezahlung durchaus gerechtfertigt.

Außerdem:

Ist der Prof aus Harvard (bzw. der, der nach Harvard abzuwanden droht) wirklich um so viel Klassen besser als der aus Buxtehude?
Vielleicht. Wenn ich mir das Lehrpersonal hier so anschaue und mit dem an der FU vergleiche, würde ich auf jeden Fall zu einem "Ja" tendieren. Ein wichtiger Faktor ist dabei übrigens nicht eine prinzipielle Überlegenheit des amerikanischen Hochschulsystems, sondern zu einem großen Teil sicherlich das überkommenen Berufungsverfahren in Deutschland. Die Austrockung des akademischen Mittelbaus, die unterhalb der Professur praktisch keine dauerhaften Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet, verschärft die Situation sicher noch.
Statt einen überbezahlten Prof könnte man auch fünf "normalbezahlte" einstellen - und/oder Bücher anschaffen, Räumlichkeiten ausbauen, Laptops bereitstellen.
Fünf normale für eine Elite? So gut wird das Personal hier in der Regel auch nicht bezahlt. Die Frage, ob man das Geld lieber für (Spitzen-)Profs ausgibt oder für Bücher, Räume und Laptops verliert dadurch aber nicht an Relevanz. Ich maße mir keine allgemeinverbindliche Antwort an, aber was vielleicht zu bedenken ist, dass es hochqualifiziertem Personal besser gelingen könnte, diejenigen zusätzlichen Drittmittel einwerben zu können, mittels derer man eben diese Materialien anschaffen könnte. Ja, ich bin ein vielleicht ein naiver Optimist, aber ob es besser ist, mit einem Laptop in einem überfüllten Seminar bei einem lausigen Prof zu sitzen als ohne...?

Friday, January 13, 2006

Panda-Mania

Wer gerade den Washingtoner Zoo besucht, könnte meinen, dort lebten nur drei schwarz-weiß gefleckte, pelzige und überaus süüße Tiere, nämlich die Pandas Mei Xiang, Tian Tian und der gerade erst sechs Monate alte Tai Shan. Dem ist natürlich nicht so, aber wer sich einen Eindruck von der dort grassierenden Pandamie machen will, sollte sich mein Panda-Mania-Set bei Flickr anschauen. Kostproben gibt es hier.






PS Jemand da draußen mit einem überzähligen Pro-Account für Flickr?