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Friday, June 23, 2006

The Sound of Nature

One of my alter egos has pointed out that 1) I haven't updated the air pumps in a while and 2) there are decidedly too few pictures in here.

Voilá! Here is both a new post and a nice (at least in my opinion) picture:

The Sound of Nature

Shot on the way to the end-of-term BBQ at Katie's and Dave's place.

Friday, June 09, 2006

Die Eröffnung

Um meiner Funktion als WM-2006-Blog etwas mehr gerecht zu werden, gibt es hier nun einen Beitrag zur Eröffnungsfeier. Die ARD hat freundlicherweise die genaue Planung dieser online verfügbar gemacht, aber leider einen wichtigen Akteur vergessen -- mich. Nicht so schlimm, das kann ich ja an dieser Stelle einfach beheben:

16.30 Uhr: Die "jungen Riederinger Musikanten" ziehen auf einem prächtig
geschmückten Wagen ein, Heuhaufen werden auf das Spielfeld gerollt. 150
Schuhplattler betreten das Stadion. Von beiden Seiten laufen kräftige
Gestalten mit großen Schellen ein.

16.31 Uhr: Harald windet sich in heftigen Spasmen vor dem Fernseher, da
er aus Versehen von Angler-TV auf die WM-Eröffnung umgeschaltet hat.
Verzweifelt versucht er, die Fernbedienung zu erreichen, aber bei jedem
neuen Auftritt einer Trachten- oder HipHop-Gruppe verkrampft er erneut.

16.32 Uhr: Die Schellenführer beginnen mit ihrem ohrenbetäubenden
Vortrag. Nebelschwaden steigen auf, und der Musikantenwagen verwandelt
sich in eine Bühne.

16.33 Uhr: Harald ruft verzweifelt um Hilfe, aber seine Schreie werden
vom Krach der Schellenführer übertönt.

16.51 Uhr: Herbert Grönemeyer singt die offizielle FIFA-Hymne "Zeit,
dass sich was dreht" auf Deutsch und Englisch. Zum Ende des
Grönemeyer-Songs öffnen sich unter den Röcken der Frauen, die immer noch
hoch über der Fläche schweben, verborgene Taschen und es ergießt sich
ein Konfetti-Regen. Von den Seiten kommen Flaggenträger, die die 32
Flaggen der teilnehmenden Nationen tragen.

16.52 Uhr: Die Lage von Harald hat sich immer noch nicht gebessert. Die
unzähligen Nationalflaggen brennen sich unerbittlich auf seiner Netzhaut
ein. Er verspürt den unbändigen Drang, die deutsche Nationalhymne zu
singen -- nein: schreien!, aber ihm fallen immer nur die Worte
"Deutschland, Deutschland über alles" ein.

16.55 Uhr: Der Auszug der Musiker beginnt. Bühne und Teppich werden
abgebaut.

16.56 Uhr: Die Krämpfe lassen langsam nach. Harald erreicht endlich die
Fernbedienung und kann wieder zu Rotbarschen, Fliegenfischen und den
schönsten Angelspots der Welt umschalten.


Danke an Cordula für den Hinweis.

Monday, May 22, 2006

Video: Michel Foucault's Legacy

I just received a message that the Pacific Centre for Technology and Culture (PACTAC) has made available videos from their conference on Foucault's legacy. Speaker and topics are:


  • James Tully: Foucault and the Question of Agency

  • Arthur Kroker: Before Foucault: Power and Cynical Ideology

  • Warren Magnusson: Before Foucault: Scepticism, Relativism and Modernity

  • Rob Walker: Foucault, Self-Determination, Limits
You can find some other interesting lectures on their site, too.

Was ist erlaubt, was nicht?

Wenn man mit anderen über die Regeln des Urheberrechts spricht, zeigt sich oft eine ziemliche Unkenntnis dessen, was erlaubt ist und was nicht. Allerdings nicht in die Richtung, dass die Leute ein zu laxes Verständnis haben, sondern vielmehr das Gegenteil: Vielen ist es in der Praxis zwar recht egal, ob etwas legal ist oder nicht, aber dennoch haben sie ein schlechtes Gewissen oder zumindest ein Unrechtsbewusstsein bei Dingen, die (noch...) legal sind. Insofern scheint die Propaganda der Contentindustrie ja sehr erfolgreich zu sein. Da ich in solchen Diskussionen dann teilweise selbst unsicher werde, ob ich wirklich recht habe, wollte ich an dieser Stelle auf die hervorragende Seite irights.info hinweisen.

Die für den diesjährigen Grimme Online Award nominierte Seite klärt ausführlich und verständlich darüber auf, was erlaubt und was verboten/zweifelhaft ist. Nicht nur erfährt man, ob man MP3-Streams aus dem Netz aufzeichnen (ja) oder Bootlegs von Konzerten anfertigen darf (i. d. R. nein), sondern auch Informationen über das Samplen von Musikschnipseln, die Verwendung von Zitaten in Off- und Online-Medien, das Modifizieren von Computerspielen und noch einiges mehr.

Wer sich mehr für die Auseinandersetzungen auf rechtlicher und politischer Ebene interessiert, ist wie immer beim Heise Verlag gut aufgehoben. Auf einer Seite finden sich Links zu allen relevanten Gesetzentwürfe und den wichtigsten Artikel zum Thema. Ach ja, der heise-newsticker ist übrigens auch für den Grimme Award nominiert.

Thursday, May 18, 2006

Spaces of Fear, Vol. 2

A quick update on the debate about no-go areas for people of color in Germany: the former spokesman of the red-green government, Uwe-Karsten Heye, who is now head of the anti-racist organization Gesicht zeigen! (Show our face!) has also advised caution for non-white visitors of Germany--and quickly withdrawn his remarks. In an interview with the public radio station Deutschlandradio Kultur he said:

There are small and medium-sized towns in Brandenburg, as well as elsewhere, which I would advise anyone of another skin colour to avoid going to. It is possible he wouldn't get out alive.
He was heavily criticized for these remarks and withdrew them to a certain extent, expecially making clear the he didn't want to single out Brandenburg. On the other hand, there was support for his claims, often saying that he was only stating the obvious. For an English article on the debate click here.

Wednesday, May 17, 2006

I don't have friends, but I have a job

At least that's the conclusion if we believe Simon Anholt, inventor of the Nation Brand Index, and his findings about the Germans. Die Zeit, a German quality weekly, features an article about the image of Germans around the world at the eve of the Soccer World Cup (remember, you are reading the official blog!). They quote Anholt:

That the people of the country [Germany] have the reputation to be dull is no problem with respect to image. "Dullness is the neighbor of reliablity, and reliability is the neighbor of trust. Our results show that people would rather not be friends with a German. But they would give him a job."

Saturday, May 13, 2006

Spaces of Fear

In the aftermath of the racist attempted murder that now no one any longer regards as racist. the German weekly Die Zeit has published an interesting video about "Spaces of Fear: Where black people in Berlin and Brandenburg do not dare to go." In the short documentary people of colour talk about their experience of racism in the Berlin-Brandenburg area, where a significant amount of places are off-limits for them. One of the interviewees from the Africa Council Berlin also talks about plans to publish an brochure and map for visitors of African origin of the soccer world cup that gives advice on "precautionary measures" to avoid becoming victims of racist violence during their visit.

The video (partly in English) is accompanied with a (German) interview of the urban sociologist Hartmut Häußermann. He discusses the situation in Berlin and possible counter-measures to no-go areas and everyday racism from an urban planning point of view.