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Tuesday, February 20, 2007

Listening to Havidol

Machen Sie sich auch manchmal Sorgen wegen Ihres Lebens? Fühlen sich angespannt, ruhelos oder müde? Bemerken Anzeichen des Älterwerdens? Machen Ihnen Aktivitäten, Ihnen früher Freude bereitet haben, heute weniger Freude? Dann könnten Sie von DSACDAD, der Dysphorischen Soziale Phobie-Aufmerkamkeits-Konsum-Defizit-Störung, betroffen sein. Diese neue entdeckte psychische Erkrankung wird vollkommen unterschätzt, betrifft aber große Teile der Bevölkerung. Glücklicherweise kann man DSACDAD effektiv mit dem neuen Medikament Havidol behandeln.

Wer sich nun leicht verwundert fragt, seit wann die Luftpumpenwelt sich um die gesundheitliche Aufklärung sorgt, sollte sich die Havidol-Produktseite einmal genauer anschauen. Spätestens dann sollte einem auffallen, dass es sich bei Medikament wie Störung um einen – verdammt gut gemachten – Spoof handelt. Offensichtlich so überzeugend, dass eine beachtliche Anzahl von Personen die Seite ernst genommen hat. „Entdeckerin“ von DSACDAD ist Justine Cooper, eine australische Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit viel mit den Überkreuzungspunkten von Kultur, Medizin und Wissenschaft auseinandersetzt. In der New Yorker Daneyal Mahmood Gallery wird das Havidol-Projekt, das neben der Website auch noch Anzeigen und Werbevideos umfasst, noch bis zum 10. März zu sehen sein.

--Edit 07-02-25: Didn't I promise to post in two languages whenever possible...? Also edited two typos.

Are you sometime worried about your life? Feel tense, restless, or tired? Notice signs of aging? Do you no longer enjoy certain activities as much as you used to? Then you can probably suffer from DSACDAD, dysphoric social anxiety attention consumption disorder. The seriousness of this newly recognized disorder has often been underestimated but over 50% of the population show some degree of DSACDAC! Fortunately, there is a “magic bullet” (MedNews) for treating it, Havidol.

If you are now wondering since when the Luftpumpenwelt is doing health education you should probably take a second look at the Havidol website. The you will realize (I hope so, at least!) that both disorder and drug are – pretty convincing – spoof. Apparently convincing to a degree that a lot people took it seriously and even self-diagnosed... “Discoverer” of DSACDAD is Justine Cooper, an Australian artist, that is working about intersections of culture, science, and medicine. The Havidol project which also includes ads and TV-commercials will be shown in the Daneyal Mahmood Gallery in New York City until March 10.

Wednesday, May 03, 2006

Rot Gelb Rot Rot Gelb

Der Spielbericht über ein wüstes Fußballspiel? Eine wildgewordene Ampel? Nein, das Ergebnis des aktuellen Uni-Rankings des CHE für die Psychologie an der FU! Es ist schon interessant, wie allein die Tatsache, dass es die Ranglisten gibt, einen unwillkürlich dazu bringt, sie sich auch anzuschauen -- egal wie kritisch man Rankings im Allgemeinen und Bertelsmann/CHE im Besonderen auch gegenübersteht. Der Fachbereich, an den ich bald wieder zurückkehren werde, ist also angeblich in der Schlussgruppe in den Kategorien "Studiensituation gesamt", "Laboraustattung" und "Forschungsgelder" und damit einer der schlechtesten in Deutschland. Fachbereiche, die in mehr als drei Kategorien in die Spitzengruppe kommen, gibt es übrigens auch nicht.

Und die Moral von der Geschicht'?
Glaub dem Ranking -- oder nicht.